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Vom 12. – 16. Januar ging es für einige SchülerInnen des neunten Jahrgangs in diesem Jahr nach Imatra in Finnland zum Schüleraustausch mit dem Koski School Center.

Ankunft und erste Eindrücke

Nach der 14-stündigen Anreise kamen wir gegen 18 Uhr erschöpft am Bahnhof von Imatra an, das Erste, was uns auffiel, war der glitzernde Schnee. Alles war verschneit und es war deutlich kälter als in Deutschland, allerdings nicht so kalt wie erwartet. Die Gastfamilien empfingen uns sehr herzlich und nach einer kurzen Verabschiedung mit der Gruppe fuhren wir mit unseren Gastfamilien zu unseren Unterkünften. Dort hatten wir dann die Möglichkeit, unsere Gastfamilien kennenzulernen und den Abend gemeinsam ausklingen zu lassen.

 Schulbesuch

Die Schule in Finnland war in jeder Hinsicht anders als hier bei uns in Deutschland. Die Schüler hatten ein deutlich persönlicheres Verhältnis zu den Lehrkräften, was man unter anderem daran erkennen konnte, dass sie einander mit dem Vornamen ansprachen. Darüber hinaus war der Unterricht individueller gestaltet und die Schüler haben viel eigenständiger gearbeitet. Auch die Fächer waren unterschiedlich, beispielsweise gibt es Schwedisch als Fremdsprache und Fächer wie Hauswirtschaft und Kochen. Außerdem hatten die Schüler im Winter die Möglichkeit, im Sportunterricht Schlittschuh zu laufen. Darüber hinaus unterschieden sich auch die Regeln. An der finnischen Schule wurde z.B. deutlich mehr Wert auf Mülltrennung gelegt. Zudem war es nicht erlaubt, die Schule mit Straßenschuhen zu betreten. Stattdessen mussten die Schüler an einer Garderobe am Eingang der Schule ihre Schuhe ausziehen und ihre Jacken aufhängen. Es ist besonders aufgefallen, dass die Schule über Einzeltoiletten verfügte, die von allen Geschlechtern genutzt werden konnten. Außerdem gibt es eine "Cafeteria", in der alle SchülerInnen und LehrerInnen zusammen Mittag essen. Dort herrschte viel Trubel zur Mittagszeit.

 

Gemeinsame Unternehmungen und kulturelle Erlebnisse

Auch wenn unser Besuch verhältnismäßig kurz war, hatten wir neben der Teilnahme am Schulunterricht einige weitere tolle gemeinsame Erlebnisse. An unserem ersten vollen Tag haben wir in der Schulküche verschiedene Pastavariationen gekocht. Anschließend fuhren wir kurz zu unseren Gastfamilien, um uns gegen Abend am See zu treffen. Dort sind wir der finnischen Tradition des Eisbadens mit darauffolgendem Saunabesuch nachgegangen. Trotz des eiskalten Wassers hatten wir alle sehr viel Spaß. Am nächsten Tag ging es nach dem Unterricht in die Papierfabrik „Stora Enso“, wo wir einen Einblick in die nachhaltige Produktion von Verpackungen erhielten. Daraufhin fuhren wir mit dem Bus nach Lappeenranta. Angekommen in der Stadt Lappeenranta haben wir gemeinsam gegessen, bevor wir einige Stunden Freizeit hatten, um die Läden zu erkunden und Souvenirs zu ergattern. An unserem letzten vollen Tag haben wir gemeinsam mit den finnischen AustauschpartnerInnen an Präsentationen gearbeitet, die unter anderem Themen wie Mülltrennung und Nachhaltigkeit, Glücklich lebenund Unterschiede der beiden Länder behandelt haben. Gegen 17 Uhr trafen wir uns zum Abschiedsessen in einem italienischen Restaurant. Den letzten Abend verbrachten wir dann gemeinsam mit unseren Gastfamilien. Am nächsten Morgen begaben wir uns auf den Rückweg. Jeder von uns war traurig, dass die gemeinsame Zeit so schnell vergangen war. Allerdings waren wir auch dankbar für all die schönen Erlebnisse.