Vorweg: "Streicht man die Bahnfahrt raus, war es eine sehr schöne Fahrt!", lautet unser Fazit: Vom 21. bis 25. September 2026 reisten die Kurse von Herrn Schaper und Herrn Tinius nach Prag. Den Kurs von Herrn Tinius begleiteten Herr Teevs und Herr Pook.
Bei der Anreise war bereits Geduld gefragt. Mit der Bahn dauerte es geschlagene zwölf Stunden, von Salzgitter zum Prager Hotel Harmony zu gelangen; die Rückfahrt war mit elf Stunden kaum weniger beschwerlich. Die Deutsche Bahn zeigte sich dabei von ihrer schlechtesten Seite. Umso schöner war der Empfang am Prager Hauptbahnhof: Unsere Stadtführerin Irena erwartete uns bereits und brachte uns zum Hotel.
Untergebracht waren wir wie gesagt im Hotel Harmony, das bei allen auf große Begeisterung stieß. Das Frühstück war hervorragend, und die Zimmer waren für eine Kursfahrt schlicht erstklassig. Von der zentralen Lage aus konnten wir zu unseren zahlreichen Erkundungstouren durch diese wunderschöne Stadt aufbrechen.
Am Dienstag ging es mit einer dreistündigen Führung durch die Altstadt los. Vom Pulverturm aus führte der Weg über den Altstädter Ring und vorbei an der Astronomischen Uhr bis zur Karlsbrücke, wo großartige Fotos entstanden. Unsere Stadtführerinnen Irena und Tana begleiteten uns durch die Woche und vermittelten uns Prag mit vielen spannenden Details. Am Nachmittag besichtigten wir die traditionsreiche Brauerei U Fleků, eine der ältesten der Stadt.
Der Mittwoch führte uns rund 70 Kilometer nach Norden in die Gedenkstätte Theresienstadt. Wir besuchten das Museum und das ehemalige Ghetto sowie die Kleine Festung, die während der NS-Zeit als Gestapo-Gefängnis diente. Dabei setzten wir uns mit den dunklen Kapiteln der deutschen Geschichte in Tschechien auseinander. Am Abend erlebten wir dann einen ganz anderen Teil Prags: Im Schwarzen Theater IMAGE sahen wir eine faszinierende Verbindung aus Schauspiel, Musik, Tanz und den typischen Lichteffekten, für die das Prager Schwarzlichttheater berühmt ist. Allerdings mussten hier einzelne wenige Teilnehmer mit einer bleiernen Müdigkeit kämpfen, was für großes Hallo sorgte.
Am Donnerstag ging es am Vormittag ins jüdische Viertel Josefov. Wir besuchten den Alten Jüdischen Friedhof, den Zeremoniensaal sowie die Klausen-, die Maisel-, die Spanische und die Pinkas-Synagoge. In der Pinkas-Synagoge sind die Namen der fast 80.000 ermordeten Jüdinnen und Juden aus Böhmen und Mähren an den Wänden verzeichnet. So schloss sich der Bogen zu unserem Besuch in Theresienstadt. Am Nachmittag wandelten wir auf den Spuren Franz Kafkas und erfuhren viel über Leben und Werk des wohl bekanntesten Prager Schriftstellers.
Neben den vielen Eindrücken nehmen wir vor allem eines mit nach Hause: Die beiden Kurse sind in dieser Woche eng zusammengewachsen und haben viele wunderbare Erlebnisse miteinander geteilt. Ein herzlicher Dank gilt allen Teilnehmenden für eine rundum gelungene Fahrt!
Vier Stimmen zur Fahrt: „Es war eine sehr schöne Fahrt in eine wunderschöne Stadt, die uns besonders mit ihrer Architektur beeindruckt hat." (Sophie)
„Prag war für mich nicht nur eine Reise, sondern eine der letzten gemeinsamen Erinnerungen, bevor für uns alle ein neues Kapitel beginnt. Ahoj, Praha.“ (Maya)
„Prag hat sich mit seiner wunderschönen Altstadt und seinen doch sehr lebendigen Irish Pubs einen Ehrenplatz in meinen Erinnerungen verdient. Kein öder Tag oder Abend, stets etwas Neues erlebt! Sehr kafkaesk." (Henry)
"Wir haben in der Woche in Prag nicht nur viel gelernt, sondern auch Eindrücke gesammelt, an die wir uns noch ganz lange erinnern werden!"
