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Eine Woche lang haben Daniel Teevs und Niels Unverhau mit Geschichtslehrkräften anderer Schulen eine Fortbildungsrundreise zu verschiedenen Gedenkstätten und Lernorten in Niedersachsen unternommen. Ziel war es, die Vielfalt der niedersächsischen Gedenkstättenlandschaft kennenzulernen, die zunehmende Radikalisierung des nationalsozialistischen Regimes anhand konkreter historischer Orte nachzuvollziehen und Bezüge zur Gegenwart herzustellen, um dadurch neue Impulse für die zukünftige Gedenkstättenarbeit mit Schülerinnen und Schülern zu gewinnen.

Auf dem umfangreichen Programm standen …

die Gedenkstätte Ahlem, das ZeitZentrum Zivilcourage in Hannover, die KZ-Gedenkstätte Moringen, der Dokumentations- und Lernort Bückeberg, die Gedenk- und Dokumentationsstätte KZ Drütte, die Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel, die Gedenkstätte Lager Sandbostel sowie die Gedenkstätte Bergen-Belsen. Ein großer Dank gilt neben den engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gedenkstätten vor allem Mattis Binner von der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, der bemerkenswert kompetent durch die Woche geführt und wichtige Impulse für die Auseinandersetzung mit den historischen Orten und ihrer Bedeutung für die schulische Bildungsarbeit gegeben hat.

      

Besonders gewinnbringend war, dass bei den Besuchen neben den historischen Kontexten der einzelnen Gedenkstätten und Lernorte vor allem deren pädagogische Arbeit im Mittelpunkt stand. Vorgestellt und erprobt wurden unterschiedliche Vermittlungskonzepte, Bildungsangebote und didaktische Zugänge für die schulische Praxis. Diese Erfahrungen können nun in die Fachgruppe Geschichte des Gymnasiums Salzgitter-Bad weitergetragen werden, damit unsere Schülerinnen und Schüler zukünftig noch stärker als bisher von den überaus vielfältigen außerschulischen Lernorten in der Region profitieren können.

      

Ein wichtiger Schwerpunkt der Fortbildungsrundreise lag auf der Bedeutung von Demokratie. Die Beschäftigung mit Diktatur, Verfolgung, Ausgrenzung und politischer Gewalt macht deutlich, dass demokratische Werte keineswegs selbstverständlich sind. Demokratie lebt von der Beteiligung der Menschen, von der Achtung der Menschenwürde und von der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und sich gegen Ausgrenzung und Menschenfeindlichkeit zu stellen. Die Gedenkstätten bieten hierfür wichtige Erfahrungs- und Lernräume. Denn Demokratie braucht Erinnerung!